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Was ist Kredit?

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Die frühesten Wurzeln des Bankwesens kann man im Altertum ausmachen. Durch die zunehmende Handelstätigkeit fand man beispielsweise im 5. Jahrhundert vor Christus in griechischen Handelszentren immer mehr auswärtige und ausländische Kaufleute und Händler. Diese brauchten einheimisches Geld, um besser Geschäfte machen zu können. Das erhielten Sie von den Geldwechslern, die auf den Marktplätzen ihre Tische aufgeschlagen hatten. Die Geldwechsler betätigten sich auch als Pfandleiher. Auch konnten die Kaufleute ihr Geld dort deponieren. Und schließlich wurden noch Kredite vergeben.

Mit dem Aufstieg des Römischen Reiches wurde diese Dienstleistung übernommen und weiter verbreitet. Die Amtssprache dieses Weltreiches war das Latein. Und so ist es erklärlich, das der Begriff Kredit aus dem Lateinischen stammt: „credere“ heißt „glauben, vertrauen“; „creditum“ ist „das auf Treu und Glauben Anvertraute“.

Kredit ist also im eigentlichen Sinn eine Geldsumme, die dem Schuldner auf Treu und Glauben anvertraut wurde, welche er zum vereinbarten Zeitpunkt mit einem Zuschlag (den Zinsen) zurückzahlen muss.

Kredit hat auch einen übertragenen Sinn: er zeigt sich, wenn man davon spricht, dass eine Person bei jemand Kredit hat und man damit sagen will, dass diese Person Vertrauen genießt. Ein Dispo-Kredit ist – solange er nur eingeräumt ist – solch ein Vertrauensbeweis. Sobald er in Anspruch genommen wird, wird er zu einem Kredit im eigentlichen, im rechtlichen Sinn, also ein Darlehen.

Der deutsche Begriff für Kredit ist Darlehen. Darin steckt das Wort „leihen“.

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Bedingt durch den Niedergang des Römischen Reiches nahm der Tauschhandel wieder zu, weil die zentrale, staatlich gelenkte Geldwirtschaft immer schwächer wurde und schließlich in einer Unzahl von regionalen und lokalen Währungen endete. So musste der Beruf des Geldwechslers im frühen Mittelalter zwangsläufig eine Wiederbelebung erfahren. Und wieder gingen die Geldwechsler dorthin, wo ihre Dienste nachgefragt wurden: auf die Marktplätze der Handelszentren. Wieder stellten sie Ihre Tische auf, was auf Italienisch „banca“ heißt. Neben dem Geldwechseln wurden bald auch Einlagen entgegengenommen und Stammkunden (Überziehungs-)Kredite gewährt.

Mit Zunahme der Transaktionen konnten diese nicht mehr einfach auf einem Tisch erfolgen, sondern wurden in nahe gelegene feste Häuser verlegt, wobei der Name „Bank“ („Banco“) beibehalten wurde.

Übrigens: 
Bereits im 14. Jahrhundert kannte man schon den überregionalen bargeldlosen Zahlungsverkehr!

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