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Die Tricks der Inkassofirmen

Nicht nur die Zahl der Schuldner nimmt immer mehr zu, auch die der Inkassounternehmen: 1872 wurde das erste gegründet, Anfang 2006 gab es bereits rund 750, inzwischen über 1.000 allein in Deutschland! Sie verwalten Forderungen von schätzungsweise 30 Milliarden, wovon sie jährlich etwa 5 Milliarden eintreiben.

Inkassobüros gehen oft aggressiver zu Werke als Gerichtsvollzieher, obwohl sie weniger Rechte als diese haben. Sie arbeiten nicht selten mit Detektivbüros und Anwaltskanzleien zusammen.

  • Leisten Sie niemals an ein Inkasso-Unternehmen Zahlungen, so lange es nicht den Nachweis erbracht hat, dass es durch den Gläubiger legitimiert wurde, Zahlungen entgegenzunehmen. Wird weder Vollmacht noch Abtretungserklärung vorgelegt, zahlen Sie weiter an den Gläubiger.
  • Auch das Unternehmen selbst braucht eine behördliche Genehmigung! Fehlt sie, ist das ein Fall für den Staatsanwalt. Sog. Russen-Inkassos sind in der Regel illegal.
  • Sie sind nicht verpflichtet, einen Inkassobüro-Mitarbeiter in Haus, Wohnung, Büro oder Geschäft zu lassen.
  • Überprüfen Sie die Forderungsaufstellung. Oft werden Gebühren verlangt, die unzulässig, erfunden oder viel zu hoch sind. Im Zweifelsfall Rat einholen bei einer Schuldnerberatung. Zahlen Sie ungeprüft, kann man Ihnen das als Einverständnis auslegen. Außerdem kann es die Verjährung aufheben.
  • Inkasso-Firmen versuchen bisweilen auch Forderungen noch zu Geld zu machen, die bereits verjährt sind.
  • Mitunter erwecken Mitarbeiter von Inkasso-Büros bei unbedarften Menschen den Eindruck, sie dürften pfänden. Das stimmt nicht! Pfändungen sind nur dem Gerichtsvollzieher erlaubt. Lassen Sie sich den Dienstausweis zeigen!
  • Lassen Sie sich nicht von Drohungen wie Strafanzeige etc. einschüchtern. Das ist alles nur heiße Luft, wobei oft falsche Tatsachen vorgespiegelt werden: Selbst Mahn- und Vollstreckungsbescheide oder Eidesstattliche Versicherungen sind sie nicht befugt anzudrohen. Und verklagen kann Sie ein Inkasso-Unternehmen nur, wenn es die Forderungen Ihrem Gläubiger abgekauft hat.
  • Das Anprangern von Schuldnern ist gesetzwidrig. Es darf kein „Schwarzer Mann“ den Schuldner auf Schritt und Tritt verfolgen. Wenig machen kann man oft, wenn Inkasso-Mitarbeiter im privaten und beruflichen Umfeld des Schuldners Indiskretionen streuen über dessen finanzielle Schieflage. Dies kann gerade im geschäftlichen Bereich verheerende Folgen haben. Aber seit Medienunternehmer Leo Kirch gegen Rolf Breuer, den ehemaligen Aussichtsratsvorsitzenden der Deutschen Bank, auch vor dem Bundesgerichtshof gewann, stehen die Aussichten besser.
  • Ein Inkassobüro darf Ihre geschützten, persönlichen Daten nicht weitergeben.
  • Seien Sie äußerst misstrauisch, wenn jemand anruft und Ihnen eine Rückerstattung verspricht (z.B. überzahlte Sozialversicherungsbeiträge). Es geht nur darum, Ihre Bank und Kontonummer auszuspionieren. Darauf folgt kein Geldeingang, sondern eine Kontopfändung. Ein alter Trick von Inkasso-Unternehmen.
  • Obwohl bereits Lohnpfändungen laufen bzw. Pfändungsschutz besteht, werden zusätzliche Kontopfändungen versucht. Die Absicht ist, den Schuldner durch den unvermeidlichen Ärger mit der Bank zu zermürben und zur Aufgabe zu zwingen, also die Schulden so schnell wie möglich zurückzuzahlen, um den ganzen Stress wieder los zu sein. Dem kann man entgegensteuern mit einem geheimen Reservekonto in einer anderen Stadt bei einer ganz anderen Bank oder durch die Mitbenutzung eines Kontos von Verwandten/Bekannten, das nicht von Pfändung bedroht ist. Vor allem aber kann man diese unseriösen Praktiken mit Hilfe eines Anwalts unterbinden lassen. Weitere Tipps siehe Kapitel „So wird Ihr Konto pfändungssicher“.
  • Lassen Sie sich nicht zur Zahlung von Kleinstbeträgen überreden, denn die Forderung steigt weiter an, wenn die Rate nicht einmal die Zinsen deckt.
  • Manche an sich legalen Inkassofirmen machen sich den schlechten Ruf der Branche zunutze. Dieser stammt von illegalen Forderungseintreibern aus dem kriminellen Milieu, die weder vor Nötigung und Androhung gewaltsamer Mittel zurückschrecken, noch davor, diese auch bei Bedarf tatsächlich anzuwenden (Diebstahl, Sachbeschädigung, Körperverletzung, ja sogar Mord).
  • Manche konzessionierte Inkassobüros geben sich den Anschein, über Beziehungen zum Milieu (auch und vor allem in Osteuropa) zu verfügen und/oder sie beschäftigen Mitarbeiter, die durch ihr martialisches Erscheinungsbild Furcht einflößen sollen; manche sind sogar so dreist, ihre Internet-Auftritte dementsprechend zu gestalten.

Ein seriös arbeitendes Inkasso-Unternehmen darf nur wie folgt agieren:

  1. Der Schuldner soll durch ständige briefliche, telefonische oder bisweilen persönliche Erinnerungen veranlasst werden, die Forderung zu bezahlen.
  2. Der Schuldner wird über die Rechtsfolgen (Klage, Pfändung, EV) seiner Zahlungsverweigerung aufgeklärt.
  3. In Zusammenarbeit mit Detektiven versucht man, versteckte Vermögenswerte, Arbeitsstellen, Konten usw. ausfindig zu machen.
  4. Es dürfen in Abstimmung mit dem Gläubiger Vereinbarungen getroffen und überwacht werden bzgl. Ratenzahlung, Stundung und Vergleich.
  5. Gegebenenfalls werden mit Hilfe eines Gerichtsvollziehers Pfändungen durchgeführt.

Wie bei Banken gibt es inzwischen auch für Inkasso-Unternehmen einen Ombudsmann, der bei Streitigkeiten zwischen Eintreibern und Schuldnern schiedsrichtern soll. Beschweren können Sie sich aber auch bei Ihrem Landgericht. Kontakt:

Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen e.V. (BDIU)
Brennerstr. 76
20099 Hamburg
Tel. 040 – 28 08 26-0
Fax: 040 – 28 08 26-99
E-Mail:
bdiu@inkasso.de
Internet: www.inkasso.de oder www.bdiu.de

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