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Wie geht es weiter
und wie läuft das Insolvenzverfahren ab?

Phase 2: Gerichtlicher Einigungsversuch 
Gesetzt den Fall, dass ein außergerichtlicher Einigungsversuch fehlgeschlagen ist, beginnt Phase 2, die Einschaltung des Insolvenzgerichts. (Voraussetzung ist, dass der außergerichtliche Einigungsversuch innerhalb der letzten 6 Monate vor Eröffnung des Verbraucherinsolvenzverfahrens durchgeführt worden ist. Liegt er länger als 6 Monate zurück, muss erst wieder ein neuer außergerichtlicher Einigungsversuch unternommen werden.)

Phase 2 wird eingeleitet durch den schriftlichen Antrag des Schuldners auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens beim Insolvenzgericht seines zuständigen Amtsgerichts. Ihr Schuldnerberater unterstützt Sie dabei. In der Regel müssen Sie nur noch die ausgefüllten Formulare unterschreiben.
Im gleichen Zuge beantragen Sie auch die Restschuldbefreiung.

Da Ihr Berater Ihre Vermögenslage genau kennt, weiß er auch, ob Sie Aussicht auf Stundung der Verfahrenskosten haben. Ist dies der Fall, sollten Sie gleich zu Beginn einen entsprechenden Antrag stellen. Der Berater hilft Ihnen wieder dabei.

Für alles müssen spezielle amtliche Vordrucke verwendet werden, Ihr Schuldenberater bereit hält oder die im Internet hier herunter geladen werden können: www.bmj.bund.de

Dem Eröffnungsantrag muss eine Bescheinigung Ihres Schuldnerberaters beigefügt sein,

  • dass Sie in den vorangegangenen sechs Monaten eine außergerichtliche Einigung versucht haben
  • dass diese gescheitert ist
  • und warum sie gescheitert ist.

Außerdem ist wichtig, dass Sie den verwendeten Schuldenbereinigungsplan vorlegen (inkl. eventueller Unterhaltsschulden).

Aber eine größere Aufgabe bleibt doch Ihnen allein überlassen: das Kopieren des gesamten bisherigen Schriftverkehrs! Sie müssen von jedem Schriftstück so viele Kopien erstellen, wie Sie Gläubiger haben. Haben Sie 19 Gläubiger, dann sind jeweils 19 Kopien fällig (der Schuldnerberater zeigt Ihnen genau, was zu kopieren ist). Es können also viele Hundert oder gar über 1.000 Kopien anzufertigen sein. Das kostet Zeit, die Sie aufbringen müssen, und das kostet Geld, das Sie allein zahlen müssen. Eine Stundung gibt’s hierfür nicht. Aber das muss sein, denn jedem Gläubiger stehen die identischen Unterlagen zu. Und alles muss innerhalb von 14 Tagen nach Verfahrenseröffnung beim Gericht eingereicht sein!

Was unternimmt das Gericht?
Das Gericht sendet nun Ihre Kopien zusammen mit der Vermögensübersicht und dem ggf. überarbeiteten Schuldenbereinigungsplan an alle Gläubiger und setzt eine kurze Notfrist von nur einem Monat zur Stellungnahme. In diesen vier Wochen ruht Ihr Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens noch.
Diese Notfrist ist sehr bedeutungsvoll und das Gericht weist die Gläubiger ausdrücklich auf die Folgen (gemäß §308 InsO Abs. 3 Satz 2) hin:
Eine Stellungsnahme zum gerichtlichen Einigungsvorschlag ist nur innerhalb dieser Frist möglich.
Keine Stellungnahme wird als stillschweigendes Einverständnis gewertet. 
Im
Idealfall stimmen alle dem gerichtlichen Vergleichsvorschlag zu und die Sache ist erledigt, bevor das eigentliche Insolvenzverfahren eröffnet werden muss.

Was geschieht jetzt, wenn ein Teil der Gläubiger wieder nicht kompromissbereit ist?
Das kommt darauf an! Auf die Mehrheitsverhältnisse nämlich:
Stimmt die Mehrheit der Schuldner bzw. die Mehrheit der Gesamtschuldsumme dem Einigungsversuch nun zu, dann kommt es zu einem gerichtlichen Vergleich. Das heißt, wenn der Schuldner die im Schuldenbereinigungsplan festgelegten Beträge vollständig bezahlt hat (per Ratenzahlung oder per Einmalzahlung), erlöschen die Restschulden.
Man unterscheidet eine Mehrheit nach Anzahl der Gläubiger, aber auch eine Mehrheit der Forderungen, also der Schulden. Beispiel:

Es existieren 5 Gläubiger. Stimmen drei Gläubiger zu und zwei lehnen ab, ersetzt das Gericht die fehlende Zustimmung der ablehnenden Gläubiger unter gewissen Voraussetzungen, so dass es zu einem gerichtlichen Vergleich kommt und die Sache ist auch erledigt, bevor das eigentliche Insolvenzverfahren eröffnet werden muss. Einzelne Gläubiger haben also keine Chance, das Insolvenzverfahren zu blockieren! Das Gericht ersetzt durch Beschluss ihre Zustimmung, denn bei der Einigung werden sie ja nicht schlechter gestellt als die übrigen Gläubiger.

Repräsentieren die zwei ablehnenden Schuldner aber die „Kapitalmehrheit“, also besitzen sie mehr Forderungen (Ansprüche in Euro) als die drei zustimmenden, ist der außergerichtliche Einigungsversuch gescheitert und das Insolvenz-Verfahren wird eröffnet.
ALSO:.
Stimmt die Mehrheit zu (Schweigen wird auch als Zustimmung gewertet), kommt ein gerichtlicher Vergleich zustande und das Verbraucherinsolvenzverfahren muss nicht eröffnet werden.
Stimmt die Mehrheit nicht zu, wird das Verbraucherinsolvenzverfahren eröffnet:

HIER GEHT ES ZU: Phase 3 (Eröffnung des Insolvenzverfahrens)

HIER GEHT ES ZU: Phase 1 (Außergerichtlicher Einigungsversuch)
HIER GEHT ES ZU: Phase 4 (Die Wohlverhaltensperiode)
HIER GEHT ES ZU: Phase 5 (Die Restschuldbefreiung)


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