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Wie geht es weiter
und wie läuft das Insolvenzverfahren ab?


Phase 3: Eröffnung des Insolvenzverfahrens

Auch wenn der Druck auf die Gläubiger inzwischen größer ist, gelingt es selbst dem Gericht nicht immer, einen Vergleich zu erreichen. Der nächste Schritt ist nun, dass der Richter das eigentliche Verbraucher-Insolvenz-Verfahren gegen Sie eröffnet.

Damit er dieses tun kann, ist eine Voraussetzung zu erfüllen: Sie müssen bereit sein, die Gerichtsgebühren von mindestens 75 Euro sowie die Gerichtsauslagen von etwa 500 Euro zu übernehmen (die Gerichtsauslagen sind Kosten für Vervielfältigungen, Zustellungen und Veröffentlichungen). Falls Sie sich einen Rechtsanwalt nehmen, kämen noch weitere Kosten dazu. Alles in allem liegt das Kostenrisiko nicht unter 1.500 Euro, je nach Schuldnervermögen auch mehr.

Diese Kosten mussten früher im Voraus bezahlt werden, wozu viele überschuldete Bürger verständlicherweise nicht in der Lage waren und deshalb vom Insolvenzverfahren ausgeschlossen blieben. Dieser Missstand ist Gott sei Dank seit 1.12.2001 behoben und man kann das Insolvenzverfahren auch ohne Geld starten: Die kompletten Verfahrenskosten, also Gerichts-, Treuhänder- und Anwaltskosten, können auf Antrag gestundet werden. Sie müssen dann erst nach Erteilung der Restschuldbefreiung gezahlt werden. Wenn dies in einer Summe nicht möglich ist, können auch 48 Raten gewährt werden. Bürgern, die nicht in der Lage sind, auch diese Raten aufzubringen, können die Verfahrenskosten gänzlich erlassen werden!

Zur Eröffnung des Verbraucher-Insolvenz-Verfahrens sind zahlreiche amtliche Formulare auszufüllen. Keine Angst davor; der Schuldnerberater bereitet in der Regel alles vor, so dass Sie eigentlich nur noch unterschreiben müssen.

SEHR WICHTIG:
Sobald das Verbraucher-Insolvenz-Verfahren eröffnet ist, werden Pfändungen unwirksam! Bereits laufende Pfändungen müssen innerhalb eines Monats eingestellt werden.
Auch sonstige Zwangsvollstreckungsversuche einzelner Gläubiger sind unzulässig! Der Schuldner hat Vollstreckungsschutz.
Abtretungen dagegen erhalten in den ersten zwei Jahren der Wohlverhaltensperiode noch ihre Gültigkeit.

Während des Insolvenzverfahrens wird Ihr pfändbares Vermögen bzw. Einkommen von einem Treuhänder verwaltet und verteilt. Da dieser nicht umsonst arbeiten kann, fallen auch hier Kosten an. Aber auch diese können gestundet werden unter der Voraussetzung, dass Sie beim Insolvenzgericht einen Antrag stellen. Die Stundung wird gewährt, wenn die Restschuldbefreiung wahrscheinlich ist.

WICHTIG:
Informieren Sie sich auch bei Anspruch auf Verfahrenskostenstundung vor der Eröffnung des Insolvenzverfahrens über alle zu erwartenden Kosten.



Der Treuhänder
Vom Gericht wird ein Treuhänder, auch Insolvenzverwalter genannt, eingesetzt. Rechtsanwälte, Notare, Betriebswirte u.ä. können Treuhänder sein.
Der Schuldner kann einen Treuhänder vorschlagen, z.B. seinen Steuerberater. Die Insolvenzgläubiger haben allerdings auch ein Vorschlagsrecht. Die Entscheidung trifft das Gericht.

Beim Treuhänder müssen alle Gläubiger ihre jeweiligen Forderungen anmelden.

TIPP: Jede Gläubigerforderung sollten Sie unbedingt überprüfen, denn es kommt häufig vor, dass manche fehlerhaft sind:
Die Forderung ist zu hoch
Die Forderung enthält Zinsen, die schon verjährt sind (Zinsen verjähren nach 3 Jahren)
Die Forderung enthält Kosten, die nicht zulässig sind, z.B. Bearbeitungspauschalen
Die Forderung ist vielleicht überhaupt schon verjährt
usw.
Ihr Anwalt hilft Ihnen dabei. Haben Sie Fehler entdeckt oder bestehen Zweifel an der Berechtigung der Forderung, legen Sie Widerspruch ein.

WICHTIG zu wissen:
Wenn eine Firma in Konkurs geht, ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass die Eröffnung des Insolvenzverfahrens in der Tagespresse veröffentlicht wird.
Die gleiche Prozedur kommt auch bei der Verbraucher-Insolvenz zur Anwendung. Sie stehen also mit vollem Namen und voller Anschrift in der Zeitung. Von Ihrem Verfahren könnten also auch Leute erfahren, denen gegenüber es Ihnen unangenehm wäre: Nachbarn, Vermieter, Arbeitgeber. Dies lässt sich nicht umgehen, Datenschutz hin, Datenschutz her. Seien Sie also für alle Fälle auf entsprechende Fragen und Bemerkungen vorbereitet. Auf der anderen Seite liest nur eine kleine Minderheit diese amtlichen Bekanntmachungen. In den meisten Fällen geschieht Ihre Veröffentlichung und keiner nimmt Notiz davon.

Was der Treuhänder macht
Der Treuhänder sammelt Ihr pfändbares Einkommen monatlich ein. Einmal im Jahr verteilt er die Gesamtsumme anteilmäßig an die Insolvenzgläubiger. Zuvor werden abgezogen:
a) seine Gebühren (mindestens 10 Euro monatlich)

b) die Verfahrenskosten, falls gestundet

Wenn es Probleme mit dem Treuhänder gibt
Sollte es Differenzen mit dem Insolvenzverwalter geben, die sich nicht ausräumen lassen, können Sie sich beim Gericht beschweren, da er diesem untersteht. Sollte er z.B. seine Pflichten verletzen, kann das Insolvenzgericht Zwangsgelder bis zu 25.000 Euro verhängen oder ihn gar entlassen. Auch ist Schadenersatz möglich.

HIER GEHT ES ZU: Phase 4 (Die Wohlverhaltensperiode)

HIER GEHT ES ZU: Phase 1 (Außergerichtlicher Einigungsversuch)
HIER GEHT ES ZU: Phase 2 (Gerichtlicher Einigungsversuch)

HIER GEHT ES ZU: Phase 5 (Die Restschuldbefreiung)

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